Mittwoch, 11. Februar 2015

Das Ziel im Auge

IL032-Z.1.2
Gott, der den Himmel geschaffen, die Erde bildete und sie schuf, der sie formte, hat sie nicht umsonst geschaffen (Jes 45,18). Denn durch die Weisheit hat der Herr die Erde gegründet, und durch die Klugheit die Himmel befestigt (Spr 3,19).

Ja, o Herr, du hast alles mit Weisheit geschaffen (Ps (103) 104,24) und hast alles nach Maß, Zahl und Gewicht geordnet (Weish 11,21). Nun aber hat die Weisheit die ihr eigene Kraft, von einem Ende zum andern zu wirken und alles lieblich zu ordnen (Weish 8,1). Die unendliche Weisheit, Gott, hat sich also bei der Schöpfung ein Ziel gesetzt und für dieses Ziel hat er seine Geschöpfe bestimmt.

Die Geschöpfe haben ein Ziel, sie existieren für ein Ziel.
Welches ist dieses Ziel?
Es kann nur Gott selbst sein.
Denn wenn sie Gott für ein anderes Ziel als für sich selbst geschaffen hätte, würde er seine Tätigkeit diesem Ziele zu- und untergeordnet haben. Er würde ihm seine Handlung, das ist sich selbst, untergeordnet haben. So würde dieses Ziel über Gott sein, das heißt Gott würde nicht Gott sein. Gott hat nur um seinetwillen schaffen können, die Geschöpfe können nur für ihn und für seine Ehre existieren.

(Dom François de Sales Polien, IL, 20150211)

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