Dienstag, 17. Februar 2015

Nichtigkeit, Lüge und Tod

IL037-Z.2.2b
Was ich nicht zur Ehre Gottes tue, was nicht diesem Ziele zustrebt, ist Nichtigkeit und Lüge, Tod und Nichts. Alles, was in meinem Leben nicht zu dieser Ehre dient, dient zu nichts, ist nichts, ist verloren. Ich bin geschaffen, um die Ehre Gottes zu wirken. Wenn ich das nicht tue, diene ich zu nichts, gelte ich nichts, bin ich nichts. Eitelkeit der Eitelkeit und alles ist Eitelkeit! (Sir 1,2). O mein Gott, bin ich nicht vollständige Nichtigkeit, ich, der ich so wenig, so selten zu deiner Ehre lebe?

Was in mir gegen die Ehre Gottes geht, ist das absolute Übel, - es ist das wesentliche Übel, das den Plan Gottes zerstört; die Ordnung meiner Erschaffung zunichte macht, das die Absicht, in der Gott alles gemacht hat, vereitelt. - Das ist eine radikale Verkehrung, die mich gegen das kämpfen lässt, was gerade das Wesen der Dinge ist. Sie würde durch die Zerstörung des Grundes meines Seins mein Wesen und alle Wesen zerstören, wenn die Werke Gottes zerstört werden könnten, und wenn nicht Gott in seiner Macht mein Wesen wieder dahin bringen würde, ihm in anderer Weise jene Ehre zu geben, die ich zu zerstören suche. Kein Geschöpf wird jemals begreifen können, was eine einzige Sünde, die Verkehrtheit der Sünde, bewirkt! Welch unergründliches Geheimnis! - Es ist das Übel!

(Dom François de Sales Polien, IL, 20150217)

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