Montag, 9. März 2015

Freuden fehlen nicht

IL053-Z.4.3a
Das ist die Freude, die die Geschöpfe nach der Absicht Gottes gewähren, das ist ihre Aufgabe. Deswegen hat die unendliche, vorausschauende Güte sie in alle Werkzeuge hineingelegt. Nach der ersten Absicht Gottes war jedes Geschöpf Werkzeug, keines ein Hindernis; und jedes Geschöpf trug seinen kleinen Öltropfen in sich, das heißt, seine Freude, die dessen Gebrauch zur Ehre Gottes erleichterte.

Heute hat die Sünde diese schöne Ordnung verkehrt. Ich finde ein Hindernis bei jedem Schritte, und stoße überall auf Schmerzen. Gott hat weder die Hindernisse noch die Schmerzen geschaffen; sie sind Strafe der Sünde. Indem Jesus Christus die herabgewürdigte Ordnung wieder herstellte, hat er weder Hindernis noch Schmerz weggenommen; aber er hat beiden eine Nützlichkeit verliehen, die ich später unten erwägen werde.

Trotz der Sünde bleibt noch eine Menge Freuden. Das Öl der Freude fehlt meinen Kräften noch nicht. Überall, wo ich auf eine Pflichterfüllung treffe, finde ich Werkzeuge, die dazu hinreichen, und in den Werkzeugen die Freude, die mir deren Gebrauch erleichtert.

(Dom François de Sales Polien, IL, 20150309)


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