Mittwoch, 24. August 2011

Scala paradisi, 13


So sehr nahm dieser heilige Mann sich in Zucht,
dass er die Augen schloss, um die Eitelkeit
nicht zu sehen und um nicht vielleicht
von einem Anblick überrascht zu werden, der ihn
gegen seinen Willen
zu bösen Begierden reizen könnte.

Nachdem man dieses auf diese Weise über
die Herzensreinheit erwogen hat, beginnt man damit,
darüber nachzudenken, welcher Lohn ihr verheißen ist:
wie herrlich und beseligend es ist,
das ersehnte Antlitz Gottes zu schauen, das
schöner ist als alle Gesichter der Menschen.
Der Herr ist nicht mehr verunstaltet und erbärmlich
und hat nicht mehr das Äußere, in welches ihn
seine Mutter, die Synagoge, gekleidet hatte.
Sondern mit dem Gewand der Unsterblichkeit bekleidet und
mit dem Diadem gekrönt, mit dem sein Vater ihn
am Tag seiner glorreichen Auferstehung gekrönt hat,
an jenem "Tag, den der Herr gemacht hat" (Ps 118,24).


Ecce quantum arctabat se vir sanctus, qui claudebat oculos suos ne videret vanitatem, ne forte incautus respiceret quod postea invitus desideraret.

Postquam hæc et hujusmodi de cordis munditia pertractavit, incipit cogitare de ejus præmio, quam gloriosum et delectabile est videre faciem desideratam Domini, speciosi forma præ filiis hominum15; non esse jam abjectum et vilem, non habentem speciem qua vestivit eum mater sua Synagoga: sed stola immortalitatis indutum, et coronatum diademate, quo coronavit eum Pater suus in die resurrectionis et gloriæ, die quam fecit Dominus.

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