Freitag, 28. Oktober 2011

Die Freude Kartäuser zu sein, 12

(leicht veränderter Bericht aus einer Veröffentlichung von chartreux.org)
(was hier für Männer beschrieben ist, gilt ebenso für Frauen analog den Bedingungen)

3. DIE KARTÄUSERBRÜDER, 1

Als sich der Hl. Bruno in die Einsamkeit der Chartreuse zurückgezogen hatte, waren auch zwei seiner Gefährten Laien, André und Guerin. Somit waren sie die ersten Brüdermönche des Ordens. Es hat immer Brüder in der Kartause gegeben. Mit geringfügigen Varianten ist die Zahl der Brüder im Orden über die Jahrhunderte stabil geblieben. Derzeit zählt man sieben oder acht Brüder auf zehn Patres.

Für die Zellenmönche ist die Tatsache, dass sie in der Zelle leben, etwas Heiliges. Aber dieses Leben in der Zelle hindert sie, sich den materiellen Aufgaben des Klosters zu widmen, welche normalerweise außerhalb der Zelle stattfinden.  Es sind nun die Brüder, die sie diesen Arbeiten widmen. Das hindert sie jedoch keineswegs daran, an derselben Einsiedlerberufung wie die Patres teilzuhaben, jedoch verwirklichen sie es in einer etwas anderen Form.

Die Kartäuserbrüder haben von den Ursprüngen an bis heute in einer beeindruckenden Beständigkeit gelebt und ein sehr hohes geistliches Niveau erreicht. Sie nehmen in der Kartause einen perfekt definierten Platz ein. Dieser wird garantiert durch die Statuten, die Nähe des Priors und des Prokurators (so nennt man den Ökonom des Hauses) als geistliche Väter, aber vor allem auch durch die äußeren Bedingungen eines Kartäuserklosters, der Stille und der Einsamkeit, in welchem Patres und Brüder, wenn auch auf verschiedene Weise, leben. 

Marienau, Brüderkapelle

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