Samstag, 8. Oktober 2011

Papst Benedikt in der Kartause, 16

Aus dem Tagebuch eines Besuchers der Kartause San Bruno.

3 - Jeder Mönch entschied sich einmal dazu, keine Kinder zu haben. Und wenn sie dereinst sterben, haben sie noch nicht einmal ihren Name auf dem Kreuz ihres Grab stehen. - Helfen solche Entscheidungen und ein solches Wissen, in die Zukunft zu schauen? Wird es ihnen helfen, dem Tod ins Auge zu schauen?

Ich war zu Besuch auf dem Friedhof, innerhalb des Großen Kreuzgangs. Es gibt 33 Holzkreuze. Auf dem grasbewachsenen Grabhügel werden die Mönche, nur in den Mantel gewickelt, in direkten Kontakt der Erde übergeben und von ihr bedeckt.

Der Name ist nicht wichtig. Der Kartäuser hat bereits seinen  Namen geändert als er in die Kartause eingetreten ist. Häufig wechseln auch das Heimatland und die Muttersprache. Die Veränderungen können verstanden werden als ein Geschenk. Das größte Geschenk wird sein der Weg nach Hause, die Bereitschaft für diese Veränderung. Der Tod wird so als Geschenk erwartet und begrüßt. 

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