Montag, 31. Oktober 2011

Die Freude Kartäuser zu sein, 15

(leicht veränderter Bericht aus einer Veröffentlichung von chartreux.org)
(was hier für Männer beschrieben ist, gilt ebenso für Frauen analog den Bedingungen)

DIE KARTÄUSERBRÜDER, 4

Ein Bruder ist Normalerweise, fünf bis fünfeinhalb Stunden bei der Arbeit. Für die Brüder, die noch in der Ausbildung sind, ist die Arbeitszeit ein wenig kürzer, damit sie etwas mehr Zeit für die Studien haben.

Die Arbeit ist notwendig, aber sie ist auch ein Mittel zur Vervollkommnung. Inmitten der Arbeit kann man den Geist des Gebets und der Einsamkeit bewahren. Dazu sagen die Statuten des Ordens, man solle während der Arbeit zu kurzen Stoßgebeten Zuflucht nehmen; und man kann die Arbeit auch für einen Augenblick unterbrechen um zu beten.

Es gibt auch Arbeiten die nicht erlaubt sind. Nämlich alle, die nicht dem monastischen Leben entsprechen. Das sind z. B. Tätigkeiten, die ein Verlassen des Klosters erfordern würden. Und es ist angeraten, nicht zusammen mit Arbeitern von auswärts zu arbeiten, es sei denn, es besteht die Notwendigkeit dazu.


Die Arbeiten sind so zu organisieren, dass jeder allein in seiner „Obedienz“ (so nennt man den Arbeitsplatz der einem jeden anvertraut ist) arbeiten kann. Denn das Schweigen bei der Arbeit ist sehr wichtig. Die Statuten sagen: „Die Geistessammlung wird den Bruder bei der Arbeit zur Beschauung führen.“ Bei ihrer Arbeit erfreuen sich die Brüder der Freiheit ihres Geistes und seiner Eingebungen. Man merkt, dass der Geschmack den sie an der Arbeit finden und das Interesse, welches sie dafür hegen, aus den Kartäuserbrüdern oft exzellente Spezialisten machen. 

Marienau, Skizze der Zelle eines Bruders, Foto ©PRIVAT

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