Freitag, 8. November 2013

Die Kraft Gottes erflehen

Mag unser Leben bisher noch so mittelmäßig gewesen sein, mag die Erinnerung daran uns noch so entmutigend erscheinen, wir dürfen wirklich nicht auf die Hilfe verzichten, die uns immer zur Verfügung steht, nämlich vom Allerhöchsten die Kraft zu erflehen und uns der ewigen Liebe zuzuwenden. Unsere Sünden dürfen kein Vorwand zur Verzagtheit sein. Ist etwa die Liebe, deren wir bedürfen, nur auserwählten Seelen vorbehalten?

Als eine öffentliche Sünderin es wagte, die Füße des göttlichen Meisters mit ihren Tränen zu benetzen und mit ihrem Haar zu trocknen, da verteidigte sie der Herr gegen das lieblose Urteil des Pharisäers, der ein gerechter Mann war und ein untadeliges Leben fühlte, mit den Worten:

„Du gabst Mir keinen Kuß; sie aber hat seit ihrem Eintritt unaufhörlich Meine Füße geküßt. Du salbtest Mein Haupt nicht mit Öl; sie aber hat Meine Füße mit Öl gesalbt. Deshalb sage Ich dir: Ihr werden ihre vielen Sünden vergeben, weil sie viel Liebe gezeigt hat“ (Lk 7, 45-47). 

(vgl. Sendung der Stille, Kartäuserschriften für Christen von heute, 1957)



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