Mittwoch, 26. August 2015

Leseprobe (4/7) aus: Pater Anton Jans. Kartäuser und Mystiker

Aus dem Kapitel: Eintritt ins Kloster

„„O Bonitas! 18. April 1926.
Meine Lieben!
Ob ich wohl schon heimgeschrieben, fragt mich P. Magister und ist ganz erstaunt über meine verneinende Antwort. Also heute wird geschrieben und erzählt, damit Ihr alle beruhigt seid über meinen Verbleib.
Und wie ist’s gegangen bisher? An der heiligen Stätte angelangt, kam ich zuerst in die Gastwohnung und mußte dort fast als Kurgast verbleiben vom 6.-14. April. Der Untersuch des Arztes lautete nämlich nicht auf starke Gesundheit. Somit wollte man nicht recht anbeißen, wie an einem kranken Apfel. Aber P. Magister war meine Stütze und hat einen guten Kampf für mich gekämpft. Er sagte mir nichts davon, bis er den Sieg mir melden konnte; ich durfte nun als Postulant des Klosters eintreten, am 14. April.

Ich fühle mich nun recht glücklich und wohl in meiner Zelle und hoffe, ein guter Kartäuser zu werden vor dem Herrn. Für Postulanten ist manches gemildert, z. B. kein Fasten bei Wasser und Brot an Freitagen usw. Also auch hier, wie übrigens überall, Entgegenkommen und allmähliches Einleben.

Offenbar habt Ihr recht gut gebetet für mich. Aber noch ist nicht aller Tage Abend. Darum hoffe ich weiter auf Eure geistige Hilfe und will auch Euer nicht vergessen.

Auf Nimmerwiedersehen in Ballwil verbleibe ich Euer in Jesu und Maria ergebener
Johann.“

Damit sich seine Eltern in etwa in sein Leben hineindenken können, und um ihnen zu zeigen, wie er Tag und Nacht beschäftigt ist, legt er dem Briefe eine Tagesordnung bei.


Pater Anton Jans: Kartäuser und Mystiker
(Hrg. Martin Grabmann), Neuauflage August 2015
Taschenbuch: 190 Seiten, Größe 12,7 x 1,2 x 20,3 cm
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform;
Auflage: 1 (11. August 2015)
ISBN: 978-1516835973
Euro: 15,95; (Kindle Edition  Euro: 6,90)


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