Freitag, 28. August 2015

Leseprobe (6/7) aus: Pater Anton Jans. Kartäuser und Mystiker

Aus dem Kapitel: Einfache Gelübde

„Während dieser Exerzitien empfängt er von Gott die Gabe der Demut, nach der er sich so sehr gesehnt hat. Er sieht klar und beständig ein, wie „alles außer Gott nichts“ ist. Und er wird inne, daß er an einem Wendepunkte des geistlichen Lebens steht: er darf sich von jetzt an nicht mehr so sehr mit sich beschäftigen, da er Gott auf gnadenvolle Weise inne wird.

Am Feste Christi Himmelfahrt – 26. Mai 1927 – legte er die heiligen Gelübde ab. Der Psalm 15, den er bei dieser Gelegenheit zu beten hatte, spricht von „ewiger Wonne“. Mit heiliger Überzeugung betet er den letzten Vers: „Kund hast Du mir getan des Lebens Wege. Du wirst mit Freude mich erfüllen durch Deine Gegenwart.“

Gott hat ihn bei der hl. Profeß als „Opfer der Gerechtigkeit“ voll Wohlgefallen angenommen.

„Ausnahmsweise darf ich heute wieder schreiben, um allen zu danken für die geistigen Blumensträußchen und lieben Briefe, um etwas von meinem Profeßglück zu erzählen.

Jedesmal, wenn ich das Skapulier mit den zwei schmalen Banden anziehe, oder mit der Hand die Bande berühre, muß ich mir sagen: ‚Sieh doch, wie sehr der göttliche Heiland dich liebt; mit beiden durchgebohrten Händen hat er dich an Sich gezogen!‘ Übrigens, wie könnte Jesus die Bitte Seiner göttlichen Mutter und unser aller Mutter abschlagen, in deren reinste Hände ich die hl. Gelübde abgelegt habe: sie wird die Opfergabe ihrem göttlichen Sohne darbringen, den sie auf Kalvaria hingegeben hat!““


Pater Anton Jans: Kartäuser und Mystiker
(Hrg. Martin Grabmann), Neuauflage August 2015
Taschenbuch: 190 Seiten, Größe 12,7 x 1,2 x 20,3 cm
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform;
Auflage: 1 (11. August 2015)
ISBN: 978-1516835973
Euro: 15,95; (Kindle Edition  Euro: 6,90)



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