Dienstag, 1. Februar 2011

Die Brudermönche


 Im Kartäuserorden gibt es von Anfang an Laienbrüder. So, wie dem hl. Bruno bereits zwei Laien folgten, traten immer wieder Laien als Brüder in die Kartausen ein. So gibt es bereits im ersten Gebräuchebuch des Ordens einige Abschnitte zu deren Lebensform. Da die Brüder eher handwerklich tätig sind und somit „Haus und Hof“ in Ordnung halten müssen, wird von ihnen vor ihrem Eintritt eine Berufsausbildung verlangt.  Die Brüder besorgen die Schneiderei, die Bäckerei, Schlosserei und Schreinerei und andere. Es wird Gemüseanbau betrieben und natürlich die Küche besorgt. Außerdem bringen die Brüder täglich die Mahlzeiten durch den Großen Kreuzgang zu den Brüdern in ihren Häuschen.

Die Brüder leben in einem eigenen Bereich, mit eigenen Zimmern und eigener Kapelle. Sie haben eine eigene Ausbildung mit zweijährigem Noviziat und dreijähriger einfacher Profess, danach werden nochmals Gelübde auf zwei Jahre abgelegt, bevor die Ewige Profess erbeten werden kann. Es gibt zwei Arten von Brüdern. Die Donaten und die Konversen. Die Donaten legen nur ein Versprechen ab, keine Gelübde. So können sie auch weiterhin über ihr Eigentum verfügen.

Kommentare:

  1. Wäre von Interesse zu wissen, ob die Karthaus Marienau auch Donaten aufnimmt. Selbst die Grande Chartreuse hat Familiare (Donaten), wie mir Philip Groening der Produzent der Grossen Stille bestätigte.

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  2. Können Donaten im Kloster Bilder malen oder Skulpturen machen? (Sollte ein Donat diesen handwerklichen Beruf haben)

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    1. Sicher kann man nicht eintreten mit dem Gedanken, ganz bestimmte Tätigkeiten ausführen zu können. Es gab in einer spanischen Kartause ein Maler-Künstler, dessen Bilder auch gezeigt wurden. Denken Sie auch an die Kartäuser-Schriftsteller: deren Werke erschienen z. B. oft posthum und anonym. - Aber jede Berufung muss geprüft werden und darf sich prüfen lassen.

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