Mittwoch, 20. Juli 2011

Gott schauen, 118


(Jean-Baptist Porion, Amour et silence, 122):

Das Gnadenleben,
das innere Leben
gipfelt im beschaulichen Leben.
Die Beschauung ist der einfachste
und unmittelbarste Akt der Liebe zu Gott.
Jede Liebe erfordert selbstvergessene Hingabe.
Diese ist in besonderer Weise im Bereich der Gnade notwendig:
„Wer sein Leben verliert …“ (Mt 10,39).

Die Menschenseele besitzt die Gabe,
sich vollkommener zu vergessen
als jedes andere Lebewesen.
Sie vermag dann, wenn sie ganz durchsichtig geworden ist,
in ihrer Tiefe Gott widerzuspiegeln.
Dazu muss sie freilich ihren Blick schweigend und gesammelt
auf Gott ausrichten
und Gott in sich
seinen Willen vollziehen lassen.

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