Sonntag, 9. September 2012

Goldener Brief 206



Die Vernunft und Gott

206. Es gibt aber keine würdigere und nützlichere Betätigung für den Menschen, der die Vernunft besitzt, als die, die das einsetzt, was er als das Bessere besitzt, durch das er die übrigen Lebewesen und die übrigen Teile seines Seins überragt, was eben sein Verstand oder Geist ist. Für den Verstand aber oder für den Geist, dem das übrige Sein des Menschen zur Leitung unterworfen ist, gibt es nichts Würdigeres zu suchen, nichts Süßeres zu finden, nichts Nützlicheres zu besitzen als allein das, was den Geist selbst überragt, was allein Gott ist.

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