Dienstag, 20. November 2012

Goldener Brief 233

233. Wenn diese beiden vollkommen übereinstimmen, dann schließen sie die ganze Fülle der Tugenden in sich, ohne dass sich ein Laster einschleichen könnte. Sie können alles, auch im schwachen Menschen. Sie haben und besitzen alles, auch im Menschen, der nichts hat. Sie geben, gewähren, sammeln und nützen bei dem Menschen, der in sich ruht. Ruhm und Reichtum (Ps 111,3) sind im Gewissen jenes seligen Mannes. Sie kommen aus den Früchten seines guten Willens. Nach außen aber umgibt ihn der Schild der Wahrheit Gottes (Ps 90,5), nicht bloß auf einer Seite wie der Schild dieser Welt, sondern auf allen Seiten. Der gute Wille macht ihn jederzeit froh und glücklich in seinem Innern. In der äußeren Tätigkeit aber macht ihn die Wahrheit ernst und ehrwürdig, sicher und sorglos. So überschreitet jener Mensch menschliche Grenzen. Er lebt immer in Heiterkeit, wie man von jenem Wetter berichtet, das oberhalb der Mondsphäre herrscht.

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