Samstag, 3. November 2012

Über die Kartause Marianau 1995 (1 von 5)

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Einleitung des nachfolgenden Zeitungsberichtes
Matthias Raidt: Als ob es dich nie gegeben hätte
Bei einer Beerdigung in Marienau, der letzten Kartause Deutschlands
Aachener Kirchenzeitung Nr. 48, 1995

Berichte über die Mönche des Kartäuserordens (Nonnen sind hierzulande ohnehin nicht erwähnenswert, obwohl es sie auch gibt) werden meist in einer geheimnisvollen Art dargeboten. Es werden manchmal versteckte Informationen eingefügt, die mit diesem sehr realen Leben nichts zu tun haben. Auch der folgende Bericht, der mit dem Untertitel mitteilt, die Marienau sei die letzte Kartause Deutschlands, verbindet mit dieser Botschaft etwas Vergangenes, etwas, das nicht mehr in unsere Zeit gehört. Natürlich ist diese Kartause die letzte in diesem Lande, weil es die einzige ist, und das war sie schon, als sie 1964 die Nachfolge der Düsseldorfer Kartause „Maria-Hain“ antrat. Dennoch blüht das Leben in der Kartause. Gerade auch die deutsche Kartause Marienau. Desweiteren bewirbt die Aachener Kirchenzeitung verständnislos ihren Artikel über das Leben dieser Mönche mit einem Doppelseitigen Aufmacher und einem ebenso großen Foto von einer Beerdigung eines verstorbenen Kartäusers, der an seiner Grabstätte aufgebahrt auf einem Brett ruht, um ohne Sarg in sein Grab gelegt zu werden.

Autor dieses Kirchenzeitungsberichtes über die Bestattung eines Kartäusers ist Matthias Raidt. Der Dipl.-Theologe und Archäologe war offenbar prädestiniert für diesen Auftrag. Zu der Zeit war er in Auslandseinsätzen bei Ausgrabungen beteiligt, bei denen auch Bestattungsrituale studiert wurden. - Heute verdient er sein Geld als Reiseleiter und Vortragender zu theologischen und archäologischen Themen, als Event-Moderator bei dem Radiosender antenne1, sowie als Verfasser von Jugendromanen und als Moderator von Dokumentationsfilmen.

Foto aus dem Zeitungsbericht ohne Bildtitel

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