Donnerstag, 15. September 2011

Scala paradisi, 33


Fürchte aber nichts, o Braut, verzweifle nicht, glaube
nicht, du seist verschmäht, wenn der Bräutigam sein
Antlitz für kurze Zeit vor dir verbirgt.
All das ist zu deinem Besten: sein Kommen und
Gehen sind ein Gewinn für dich.
Für dich ist er gekommen,
für dich zieht er sich zurück.
Zu deinem Trost ist er gekommen, aus Klugheit hat er
sich zurückgezogen, "damit du dich wegen der
einzigartigen Gnade nicht überhebst" (vgl. 2 Kor 12,7)
und damit du nicht versucht wirst, deine Gefährten
gering zu achten und seine beständige Nähe nicht der
Gnade, sondern der Natur zuzuschreiben.


(VIII) Sed ne timeas, o sponsa, ne desperes, ne existimes te contemni, si paulisper tibi subtrahit Sponsus faciem suam.
Omnia ista cooperantur tibi in bonum, et te accessu et recessu lucrum acquiris.
Tibi venit, tibi et recedit.
Venit ad consolationem, recedit ad cautelam, ne magnitudo consolationis extollat te; ne, si semper apud te sit Sponsus, incipias contemnere sodales, et hanc continuam visitationem non jam gratiæ attribuas, sed naturæ.

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