Donnerstag, 3. Mai 2012

Goldener Brief 81


Die Gefahr des Müssigganges

81. Der Bodensatz aber aller Versuchungen und schlechten und unnützen Gedanken ist der Müßiggang. Denn das größte Übel des Geistes ist die träge Muße. Niemals soll der Diener Gottes müßig sein, mag er sich auch Zeit nehmen für Gott. Denn einen so verdächtigen, eitlen und weichlichen Namen wie "müßig" darf man einer so entschiedenen, so heiligen und so ernsten Aufgabe nicht geben. Ist es müßig, frei zu sein für Gott? Im Gegenteil: das ist höchste Tat. Wenn ein Mensch in seiner Zelle diese Tat nicht treu und eifrig ausführt und wenn er alles, was er tut, nicht deswegen tut, um Gott zu dienen, ist er müßig in dem, was er tut.

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