Dienstag, 26. Juni 2012

Goldener Brief 135


Der Schlaf

135. Wie wir von der Speise gesprochen haben, müssen wir nun auch vom Schlaf sprechen. Hüte dich, soweit du kannst, Diener Gottes, dass du einmal ganz schläfst, dass dein Schlaf nicht die Ruhe eines müden, sondern das Grab eines erstickten Körpers sei, nicht die Erneuerung, sondern das Auslöschen deines Geistes (1 Thess 5,19). Der Schlaf ist eine verdächtige Sache und zum großen Teil dem Rausch ähnlich. Abgesehen von den Lastern, denen im Schlaf niemand widerspricht, da gemeinsam mit dem Körper auch die Vernunft schläft, was die Verpflichtung zum beständigen Fortschritt betrifft, so geht keine Zeit sosehr für unser Leben verloren, als die, die dem Schlaf gewidmet ist.

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