Donnerstag, 28. Juni 2012

Goldener Brief 137


137. Denn einer nüchternen Speise und einem nüchternen Sinn folgt ein nüchterner Schlaf. Jener fleischliche, schwer lastende Schlaf aber, jener Schlaf der Lethe,30 des Vergessens, wie er genannt wird, muss dem Diener Gottes ein Abscheu sein. Von dem erstgenannten aber kann man nach einer entsprechenden Ruhe die Sinne des Körpers und des Geistes leicht aufrufen und - gleichsam wie der Familienvater die Sklaven des Hauses - zu den für den Geist notwendigen Arbeiten aufwecken und zurückschicken. Ein solcher Schlaf ist zu seiner Zeit und im entsprechenden Maß nicht zu verachten.

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