Dienstag, 4. Dezember 2012

Goldener Brief 246

246. Die "unverständigen Gedanken", die von der Schrift an zweiter Stelle genannt werden, sind jene eitlen und unnützen Gedanken, die sich durch die Absicht des Denkenden auf keine der beiden Formen des Verstandes beziehen. Sie zerstören nicht mit einem Schlag, sondern verderben unvermerkt und allmählich. Sie beanspruchen Zeit, behindern notwendige Tätigkeiten und vergiften den Geist. Sie sind nicht so sehr Gedanken, als vielmehr gewisse Bilder von Gedanken, die sich aus wahren oder vorgestellten Erinnerungen herleiten, oder selbst Erinnerungen, die unwillkürlich und vielfältig aus dem Gedächtnis hervorsprudeln.

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