Mittwoch, 5. Dezember 2012

Goldener Brief 247

247. In diesem Fall scheint der Wille eher passiv als aktiv zu sein, da dabei keine Absicht des Denkenden vorliegt. Wenn sich das, was von selbst aus dem Gedächtnis heraufkommt, dem unbekümmerten Verstand zur Formung anbietet, so scheint alles, was geschieht, eher im Traume eines Schlafenden zu geschehen als in der Überlegung eines Denkenden. Wenngleich es nicht in der Absicht des Denkenden liegt, den Heiligen Geist von sich zu stoßen, so geschieht es dennoch durch die Schuld des Nachlässigen, dass sich der Geist der Ordnung mit Recht von den ungeordneten Gedanken entfernt.

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