Donnerstag, 3. Oktober 2013

Auf die göttliche Wahrheit blicken

Da der Liebe die Macht innewohnt, alle Maße und Werte umzuwandeln, so vermag die gläubige Seele allen Dingen eine gute Seite abzugewinnen und gleichzeitig alle Gebiete der Wirklichkeit zu verklären. Die Traurigkeit ist gewiß unter vielen Umständen natürlich. Doch sie muß sich in Frieden wandeln, und zwar in einen Frieden, der auf der beglückenden Gewißheit fußt, wenn unser Blick auf die göttliche Wahrheit gerichtet ist und in ihre klare Tiefe dringt. Sogar die Erinnerung an unsere Niederlagen und Fehler darf nicht mehr bitter sein. Seien wir doch endlich davon überzeugt, daß wir aus uns selber keiner guten Regung fähig sind, und seien wir darüber nicht mehr betrübt. Es soll ein Grund mehr dafür sein, daß wir allein auf Gott vertrauen und alles nurmehr von Ihm erhoffen.

„Nicht durch eigene Kraft können wir etwas ausdenken; sondern unsere Fähigkeit kommt von Gott“ (2 Kor 3, 5).

(vgl. Sendung der Stille, Kartäuserschriften für Christen von heute, 1957)



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