Montag, 21. Oktober 2013

Dennoch müssen wir so mitwirken, als ob alles von uns abhinge.

Hüten wir uns vor allem, Sklaven unserer Stimmungen und Neigungen zu werden.

Das geistliche Leben besteht ja nicht im Haschen nach fühlbarer Süßigkeit, sondern in der beharrlichen Unterordnung des Sinnenfälligen unter das Geistige. Gott hat uns Herz und Gefühl gegeben, damit wir es in den Dienst der wahren Liebe stellen.

Wer nicht über das Sinnenfällige hinausgeht, beweist wenig Edelmut. Er ist des Gottes der Wahrheit nicht würdig. Das Herz muß seine Aufrichtigkeit durch Werke bekunden und im Feuer des Opfers erproben. Echte Liebe wurzelt im Willen. Vom Willen her lenkt sie alles Denken und Handeln. Erst wenn unser Wollen sich völlig dem Willen Gottes unterwirft und Ihm entspricht, ist unser ganzes Sein in Übereinstimmung mit Seinem ewigen Plan.

„Was euch nottut, ist geduldige Ausdauer, um den Willen Gottes zu erfüllen und so das verheißene Gut zu erlangen“ (Hbr 10, 36).

(vgl. Sendung der Stille, Kartäuserschriften für Christen von heute, 1957)



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