Freitag, 12. Oktober 2012

Die Kartäuser genossen immer



… einen bescheidenen Ruhm, einen „Achtungserfolg“: aber es mangelte ihnen jeder Ehrgeiz, ihre Zahl zu vervielfachen und Einfluss auszuüben. […] Die Kartäuser erlebten während der Reformation ihre größte Ausdehnung, ihre etwa 200 Klöster waren über ganz Europa verstreut. Obwohl sie in ihrer Lebensführung gleichbleibend streng waren, hatten sie doch viele Schenkungen erhalten; einige ihrer Klöster wie Certosa in Pavia und Miraflores bei Burgos wurden architektonische Kunstwerke ersten Ranges. Nach örtlichen Missgeschicken im 17. Jahrhundert, zu denen die Vertreibung der Kartäuser aus England und das Martyrium der Londoner Mönche gehörten, kam es besonders in Frankreich, Italien, Spanien zum Wiedererstarken des Ordens. Nachdem er durch die Französische Revolution erneut fast zerschlagen wurde, lebte er im 19. Jahrhundert in bescheidenem Umfang wieder auf. […]

(Aus: David Knowles, Geschichte des christlichen Mönchtums, München 1969, 68-71,209)

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