Donnerstag, 21. März 2013

Ekstatische und katastatische Mystik

Die „ekstatische Mystik“, deren vorzüglichster Vertreter und Interpret Gregor von Nyssa war, erreicht ihren Höhepunkt in der leuchtenden Dunkelheit.
Es handelt sich dabei um eine Erfahrung der Gegenwart Gottes im Zentrum des menschlichen Seins selber. Ihre Eingeweihten bezeichnen sie als Liebe, Trunkenheit, Wunde, Rausch, Schlaf.

Die „katastatische Mystik“ hat ihren Meister in Evagrius Pontikus und ist intellektualistisch.
Die katastatische Mystik setzt die dreifache Zusammensetzung des Menschen aus Leib, Seele und Geist voraus und hält den Geist für den Ort der Gegenwart Gottes. Diesen Ort zu schauen heißt, sich an der Schönheit des göttlichen Antlitzes zu erfreuen.
In ihm spiegelt sich eine Vorwegnahme der beseligenden Schau. Es handelt sich um ein abstraktes Streben, das Gott, durch das Vergessen jeder Kreatur, sogar der Menschheit Christi und des Aufhörens jeden Gedankens sucht. 

(vgl. G. Posada, Der heilige Bruno)




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