Montag, 13. August 2012

Goldener Brief 183


183. Bei den inständigen Gebeten muss man aber beharren, doch in aller Demut und Geduld, weil sie nur in Geduld Frucht bringen (Lk 8,15). Manchmal nämlich, wenn die Gnade nicht besonders schnell zu Hilfe kommt, dann wird der Himmel für den Flehenden ehern und die Erde eisern (Dt 28,23). Wenn dann die Härte des menschlichen Herzens sich selbst überlassen ist und sie nicht verdient, nach Wunsch erhört zu werden, glaubt der sehnsüchtig verlangende Mensch in seiner Angst, es werde ihm verweigert, was aufgeschoben wird. Wie jene Kananäerin stöhnt er, weil er glaubt, er werde übergangen und verachtet. Er stellt sich vor, seine früheren Sünden würden wie der Schmutz des Hundes angerechnet oder vorgeworfen (Mt 15,22-28).

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