Dienstag, 21. August 2012

Goldener Brief 191


191. Der geistliche Mensch gebraucht sogar seinen Körper in geistlicher Weise. Daher verdient er von ihm einen Dienst, der nicht mit Gewalt erzwungen ist wie beim sinnenverhafteten Menschen, oder durch Gewohnheit erreicht ist wie im Falle des verstandesmäßigen Menschen, sondern gleichsam natürlich gewährt wird. Während die letzteren nur einen Gehorsam aus Notwendigkeit kennen, gehorcht er aus Liebe. Jene besitzen die Tugenden nur mit Mühe, ihm aber sind sie schon zur Gewohnheit geworden.

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