Mittwoch, 15. August 2012

Goldener Brief 185


185. Manchmal wird auch das Erlebnis des reinen Gebetes und jene angenehme Süßigkeit der Liebe nicht von uns gefunden, sondern es ist gleichsam so, dass sie uns findet. Ohne dass der Mensch bittet, sucht und anklopft, fast ohne dass er es weiß, kommt ihm die Gnade zuvor. So wird gleichsam die Schar der Sklaven zum Tisch der Söhne zugelassen, wenn der noch unerfahrene Geist des Anfängers zu dieser Hochstimmung des Gebetes erhoben wird, die gewöhnlich als Lohn für die Heiligkeit den Verdiensten. der Vollkommenen gegeben wird. Das geschieht, dass entweder der Nachlässige zu seiner Verurteilung wohl weiß, was er vernachlässigt, oder dass die Herausforderung der Liebe in ihm die Liebe entflamme, die die Gnade von selbst darbietet.

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